Ein Fisch namens Wandaist einer der erfolgreichsten britischen Filme aller Zeiten. Kevin Kline bekam einen Oscar für die besten Nebenrolle. Der Film spielte auf der ganzen Welt über 200 Millionen Dollar an den Kinokassen ein. Er war ein Riesenerfolg bei Zuschauern und Kritikern und wurde für die Oscars für das beste Drehbuch, den besten Regisseur und das beste Drehbuch der amerikanischen Autorengilde sowie für einen britischen BAFTA-Award für John Cleese als besten Haupt- und Michael Palin als besten Nebendarsteller nominiert.

Wenn man Kevin Kline auf die Wiedervereinigung des "Wanda"-Teams anspricht, sagt er über Wilde Kreaturen , es sei ebenso gut, aber keine Fortsetzung von "Wanda". John Cleese, Co-Autor des Drehbuchs und Hauptdarsteller, wollte keine "Wanda"-Fortsetzung drehen. "Ich dachte zwar kurz darüber nach", gibt Cleese zu, "aber es macht mir Spaß, neue Charaktere zu entwerfen, und fast jede Fortsetzung wird eine Enttäuschung. Aber wenn man ein gutes Team hat, warum nicht nochmal zusammenarbeiten?"

Das Team erneut zu vereinen, wurde zwar schon während der Dreharbeiten zu "Wanda" angesprochen, aber erst als Cleese Gerald Durrells weltbekannten Wildnispark auf der Insel Jersey besuchte, nahm die Geschichte konkrete Formen an.

"John war von Durrells Arbeit in Jersey sehr angetan", fügt der britische Filmkritiker und Co-Autor von "Fierce Creatures", Iain Johnstone, hinzu. "Zusätzlich zeigten wir auch den Unmut an der geistlosten Expansion moderner Mediengiganten. Wir hatten recht schnell die Idee, über einen Konflikt zweier Wertesysteme zu schreiben -- wir behaupten natürlich nicht, daß alle Menschen, die in Zoos arbeiten, gut, und alle, die in Multimediafirmen angestellt sind, böse sind und beseitigt werden sollten!"

Ein drittes Element der Geschichte lieferte ein Comedy-Strip, den Michael Palin und Terry Jones vor Monty Python entworfen, aber niemals veröffentlicht hatten. "Sie hatten diese Idee für eine Komödie über einen Zoo, in dem die Leute nur an den großen und angsteinflößenden Tieren interessiert sind. Ein Wärter muß am Ende ein Schlange strecken, weil sie zwei Meter lang sein muß, aber nur 1,90 Meter mißt. Ich habe das Script zwar nie gelesen, aber obwohl es 25 Jahre her ist, habe ich diese Idee nie vergessen", erklärt Cleese.

Michael Palin war nur zu gern bereit, etwas zum Film beizutragen: "Ich bin entzückt, daß man dieses Scipt benutzt hat, da wir sowieso nichts anderes damit angefangen hätten. Es ist eine nette Idee, und gerade in der heutigen Zeit enthält es ein Quentchen Wahrheit."

Die diversen Handlungsstränge führten langsam zusammen. Die Recherchen von John Cleese und Iain Johnstone waren jedoch hierfür unerläßlich. Sie sind seit 1975 Freunde und trafen sich zum ersten Mal, als Johnstone von der BBC beauftragt wurde, Cleese über seine Rolle in der zweiten Staffel von Das verrückte Hotel - Fawlty Towerszu unterrichten.

Aber war es überhaupt leicht, nach sieben Jahren die Darsteller und Mitarbeiter wieder zu engagieren? Vor allem hatten ja viele von ihnen inzwischen internationale Erfolge zu verbuchen! Laut Produzent Michael Shamberg, der für den phänomenalen Erfolg von Quentin Tarantinos Pulp Fiction verantworlich war, war es ein Kinderspiel. "John hat darüber geredet, seit wir 'Wanda' gemacht hatten. Nachdem er jedem gesagt hatte, daß mit der Arbeit begonnen werden kann, haben alle gesagt: 'Sag mir wann, und ich werde dasein'", erinnert sich Shamberg.

Für Jamie Lee Curtis und Kevin Kline hat sich viel seit ihren Rollen als "Wanda" und "Otto" getan. Jamie Lee Curtis spielte an der Seite von Mel Gibson in Forever Young, mit Arnold Schwarzenegger in True Liesund in den Fernsehserien Anything but Lovesowie in The Heidi Chronicles.Kevin Kline spielte mit Mary Elizabeth Mastrantonio und Meg Ryan in den Filmen Gewagtes Spielund French Kiss.Aber beide waren nur zu gern bereit, wieder mitzumachen.

"Ich wollte an einen Ort zurückkehren, der mir gefallen hat. Niemand schreibt wie John, und mir hat unsere Zusammenarbeit bei 'Wanda' sehr gut gefallen. Ich nutzte die Gelegenheit, da weiterzumachen, wo wir aufgehört hatten", sagt Kline. "Es wäre wirklich nicht leicht gewesen, nicht zurückzukehren", stimmt Curtis zu. "Wir haben eine tolle Erfahrung gemacht, und es war für uns alle in professioneller, finanzieller und persönlicher Hinsicht ein Riesenerfolg."

Das einzige Problem war Michael Palin, der gerade für neun Monate rund um den Pazifik reisen wollte, um für BBC seine mit einem Award ausgezeichneten aufregenden Reiseprogramme zu drehen. Als Ende August 1995 die Hauptdreharbeiten abgeschlossen waren und der Rest der Mannschaft sich in den wohlverdienten Urlaub begeben konnte, hatte Palin nur vier Tage, ehe er nach Sibirien aufbrechen mußte!

Cleese und Johnstone waren sehr bemüht, die Geschichte und die vier Hauptcharaktere so umzugestalten, daß die Zuschauer auf keinen Fall Parallelen zu "Wanda" ziehen können. Das Talent der Schauspieler wurde zur Unterhaltung des Publikums extrem gefordert. Der Charme und die Schrulligkeit sollten jedoch beibehalten werden, da sie beim ersten Mal schon so unwiderstehlich wirkten.

Die Doppelrolle von Kevin Kline, der in Wilde KreaturenVater und Sohn, Rod und Vince McCain spielt, war eine willkommene Herausforderung. "Vince ist eine von den Charakteren, die John brillant beschreiben kann. Er ist ein Mann, der in einer anderen Realität lebt, und wenn er sein Wertesystem auf die wirkliche Welt überträgt, ergibt das eine sehr komische Situation. Er hat einen Haufen schlechter Informationen erhalten, sie aufgenommen, und natürlich ist er der Sohn seines Vaters. Rod lernst du nicht so gut kennen, und das gefällt ihm auch ganz gut so."

John Cleese beschreibt Jamie Lee Curtis' Rolle der Willa Weston als "das gefühlsmäßige Herz des Films, den Anker der Story". Curtis fügt hinzu:"Willa ist eine ehrgeizige Managerin, die die Firmenleiter des Erfolges emporgestiegen ist, ohne je zu erkennen, wo ihre wirklichen Wertvorstellungen liegen. Dann kommt sie am Zoo an und beginnt sich zu verändern. Sie ist der Charakter, der den Zuschauer auf die emotionale Reise des Filmes mitnimmt."

Im Gegensatz zum ersten Film änderte sich an Michael Palins Rolle am meisten. Er spielt Adrian "Bugsy" Malone. "Mit Ken (in Wanda) hatte ich es relativ leicht, da ich ja im ganzen Film kaum einen zusammenhängenden Satz sprechen mußte. Außerdem hat er nur gestottert. Ich glaube, John hat deswegen einen Charakter entwickelt, der nie aufhört zu reden -- obwohl niemand zuhört. John hat sich immer als jemand gesehen, der viel redet. Während wir bei Python waren, schrieb er über mich: 'Ich redete und redete und redete, und nachdem ich alle an die Wand geredet hatte, würde ich nach Hause gehen, um mein Tagebuch zu schreiben'."

Iain Johnstone beschreibt seinen größten Beitrag zum Film darin, John Cleese dazu zu veranlassen, für sich einen Charakter zu entwerfen, der "nicht so ein Schwächling wie Archie in ,Wanda' war! Ich hatte das Gefühl, daß man John lieber so darstellen sollte, wie die Zuschauer ihn lieben, nämlich herrisch, sauer, als aufrechtes Individuum, das die Kontrolle behalten will, aber durch den Gang der Dinge in die Knie gezwungen wird. Und Rollo hat sich dann auch so entwickelt".

Cleese stimmt zu: "Rollo ist ein wenig militärisch und versucht verzweifelt, alles unter Kontrolle zu behalten. Eine schulmeisterliche Figur, die zusammenbricht, als alles schiefgeht. Das scheint die Art von Charakter zu sein, die ich gern schreibe. Ich glaube, daß es viel komischer ist, Autoritätspersonen beim Zusammenbruch zu erleben als bedeutendere Menschen. Aber er ist trotzdem viel erwachsener als einige der Figuren, die ich in der Vergangenheit gespielt habe."

Der Einsatz der vier Stars für den Film war nie offensichtlicher, als sich nach einer Probevorführung des Erstschnittes herausstellte, daß Wilde Kreaturennoch den letzten Schliff benötigte. Obwohl die Zuschauer den Film sehr komisch fanden, war das Ende eher unbefriedigend. Dies war für Cleese, Shamberg und die anderen nichts Neues. Sie hatten das alles schon bei Ein Fisch namens Wandaerlebt. "Wandas" Ende mußte zweimal neu gedreht werden. Mit dem Segen des Studios und dem eifrigen Einsatz der Hauptakteure entschied man sich, die Crew von Wilde Kreaturenfür zusätzliche Filmaufnahmen erneut zu versammeln, sobald das möglich war -- und aufgrund von Michael Palins Fernsehserie für BBC Palin´s Pacificdauerte das acht Monate!

In der Zwischenzeit ging jeder anderweitigen Verpflichtungen nach. Als man sich endgültig auf die Nachaufnahmen geeinigt hatte, stellte sich heraus, daß der Regisseur des Films, Robert Young, bereits einen neuen Film begonnen hatte. Cleese und Shamberg mußten sich also einen neuen Regisseur suchen. Glücklicherweise hatte sich der anerkannte Filmemacher Fred Schepisi mit John Cleese darüber unterhalten, 1997 eine neue Version von Don Quixotezu drehen. Er war für Filme wie Roxanne, Ein Schrei in der Dunkelheit und vor kurzem für die Filmversion von John Guares Stück Six Degrees of Separationverantwortlich. Schepisi war von der Idee begeistert und erklärte sich dazu bereit, die zusätzlichen Szenen zu drehen. Zu ihm stießen seine langjährigen Mitarbeiter: der Kameramann Ian Baker und der mit dem Oscar ausgezeichnete Komponist Jerry Goldsmith, der dann auch die Musik für den Film schrieb.

Zusätzlich zu den vier Hauptdarstellern sind in Wilde Kreaturenviele bekannte Schauspieler zu sehen, von denen einige eklektische Zoowärter spielen. Cleese glaubt fest an das, was er "Casting-up" nennt -- und meint damit, die besten Schauspieler für jede noch so kleine Rolle zu gewinnen, um eine reichhaltige und unterschiedliche Truppe zu präsentieren.

Ronnie Corbett, der den Reggie Sea Lions spielt, ist in England überall bekannt. Er kennt John Cleese seit der gemeinsamen Arbeit 1966 an The Frost Report.Carey Lowell, die die Großkatzen-Wärterin Cub spielt, ist vielleicht am besten durch ihre Rolle als "Bond-Girl" in James Bond 007 - License to Killbekannt und hat mit Nicholas Cage in Leaving Las Vegas und die kleine Rolle von Tom Hanks' Frau in Schlaflos in Seattlegespielt. Robert Lindsay, bekannt für seine Rolle in dem am Broadway und in London aufgeführten Musical Me and My Girl, das mit einem Tony-Award ausgezeichnet wurde, spielt den Wärter für kleine Säugetiere Sydney Small Mammals, der die rebellierende Wärtergruppe anführt. Außerdem war er in den britischen TV-Serien GBHund Jake's Progresszu sehen.

Sydneys Assistentin Pip wird von Cynthia Cleese, der Tochter von John Cleese, gespielt. Nach ihrer Rolle als Archies Tocher in "Wanda" verkörpert sie hier die idealistischste und gefühlvollste der Wärter. Richard Ridings, der Hugh Primates darstellt, arbeitete mit John Cleese schon in Clockwise - Recht so, Mr. Stimpsonund Erik, der Wikinger , in dem er einen nordischen Psychopaten spielte, zusammen.

Maria Aitken, die in Ein Fisch namens Wanda Archies Frau Wendy zum besten gab, ist hier als Di zu sehen. Die Personalchefin des Zoos meint es zwar gut, verhält sich jedoch äußerst merkwürdig. Der australische Schauspieler Bille Brown, der den Assistenten von Rod McCain Nev spielt, wurde von Cleese, Young und Johnstone entdeckt, als sie bei der Royal-Shakespeare-Company in Stratford zu Besuch waren. Eigentlich wollten sie dort mit Derek Griffiths über die Rolle des Gerry sprechen. Cleese und Griffiths hatten in den 70ern schon zusammen für das Fernsehen gearbeitet.

Da die Besetzung der Tiere mindestens genauso wichtig war wie die der Schauspielrollen, zogen die Filmemacher die Tierexpertin Rona Brown hinzu, die sich schon um Projekte wie Doctor Doolittle, Gorillas im Nebel - Die Leidenschaft der Dian Fossey und Mary Reilly gekümmert hatte. Für Wilde Kreatureneinen ganzen Zoo zu entwerfen und ihn mit exotischen Tieren zu füllen, ist bis heute einer ihrer größten und aufregendsten Herausforderungen gewesen.

Rona Brown sagt: "John mag Tiere mit seltsamen Namen wie z. B. Capybara. Als wir dann aber durch die Liste gingen, entdecken wir, daß z. B. der Bandicoot nur noch auf der Insel Tasmanien existierte. Am Ende erstellten wir eine Liste von Tieren, die verfügbar waren und von denen ich wußte, daß man mit ihnen arbeiten konnte und der Dreh ihnen Spaß machen würde."

Zusätzlich zu 200 großen und besonders kriegerischen Ameisen, die extra aus Amerika eingeflogen wurden, lag die Gesamtanzahl der Tiere am Ende bei 115. Darunter waren zwei sibirische Tiger, ein Löwe, ein Leopard, ein Panther, Lamas, Zebras, Paviane, ein Zwergflußpferd, Seelöwen, ein Kamel, Meerkatzen, Lemuren, Nasenbären, ein Baby-Strauß, Maras, Wallabies, eine Python, ein Lamm, eine Ziege und zwei Taranteln.

Aber für Brown und den Produzenten war nicht nur die Verfügbarkeit der Tiere, sondern auch deren Wohlergehen sehr wichtig. "Als ich anfing, mit Fish-Productions zu arbeiten, schickte ich ihnen eine lange Liste von Voraussetzungen für die Tiere. Ich erwartete, daß sie versuchen würden, mit mir zu verhandeln, aber sie erklärten sich mit allem einverstanden, wonach ich gefragt hatte. Sie gingen nicht ein einziges Mal einen Kompromiß ein. Ich glaube sogar, daß die Tiere besser gelebt und gegessen haben als die Schauspieler", sagt Brown.

John Cleese spricht auch schnell das Thema "artgerechte Haltung" an: "Wenn man einen Film macht, der davon handelt, Tieren mit Respekt zu begegnen, dann muß man sich selbst auch daran halten! Also braucht man jemanden, der weiß, wann die Tiere müde oder gelangweilt sind."

Produzent Michael Shamberg stimmt zu: "Es hat Spaß gemacht, mit den Tieren zu arbeiten, und ich glaube, dem Publikum wird es ebenfalls Spaß machen, sich das anzusehen. Wir haben eine Komödie gemacht, die die Tiere unterstützt. Unsere Witze gehen nicht auf ihre Kosten, sondern unterstreichen die Ideale des Umweltschutzes."

Die tierischen Hauptdarsteller, die "Phantastischen Fünf", wie man sie später genannt hat - das Koati, der Lemur, das Straußen-Baby, das Wallaby-Baby und der Mara, hatten alle Schauspiel-Doppelgänger (für den Lemuren gab es sogar vier). Das gleiche galt für Terry, die Tarantel. Rona Brown lud ständig Mitglieder der englischen Tierschutzbehörde (RSPCA) ein, die die Behausung und die Drehorte der Tiere inspizierten.

In den Fällen, in denen die Szenen nicht mit echten Tieren gedreht werden konnten, wendete man sich an die beiden Spezialeffekt-Firmen Asylum und Animated Extras, um echtwirkende Tiermodelle zu bauen. Hierzu gehörten dann ein Gorilla, ein Nashorn, ein Tiger, eine Tarantel, ein Ameisenbär und ein Rotnasenbär.

Rona Brown war von den Schauspielern ziemlich beeindruckt, die alle gern bereit waren, einen Großteil ihrer Vorbereitungszeit mit ihren jeweiligen Tierpartnern zu verbringen. Insbesondere Robert Lindsay, dessen Nasenbär ein ziemlich unvorhersehbares Verhalten an den Tag legte. Ein anderes Beispiel war Michael Palin, der sich mit seinen Taranteln relativ wohl zu fühlen schien. Das größte Einfühlungsvermögen gegenüber den Tieren hatte John Cleese. Er brachte sogar seine Unterwäsche zu den Tieren, damit sie sich an seinen Körpergeruch gewöhnen konnten.

"Das stimmt", gibt Cleese zu, "ich habe ein paar muffige alte Flanellunterhemden getragen und dann pflichtbewußt ein paar Nächte darin geschwitzt, ehe ich sie dann Rona gegeben habe, die sie dann an die Maras, Lemuren und Coatis verteilt hat! Als sie mich dann kommen sahen, konnten sie denken ,Aha, den kenn' ich ja'."

Da sich ein Großteil der Szenen im erfundenen Marwood-Zoo abspielt, dachte man lange darüber nach, ob man in einem echten Zoo oder in einer Kulisse drehen sollte. "Ich habe in England 30 oder 40 Zoos besucht, aber es stellte sich schnell heraus, daß es nicht möglich sein würde, den größten Teil des Films in einem echten Zoo zu drehen. Sowohl wegen der örtlichen Gegebenheiten als auch wegen des Wohlergehens der Tiere", sagt Produktions-Designer Roger Murray-Leach.

Also entschied man, in den Pinewood-Studios einen Zoo nachzubauen. Dort wurden dann auch, abgesehen von ein paar Tagen im Marwell-Zoo in Südengland und im Wildlife-Preservation-Trust auf der Insel Jersey, die meisten der Zoo-Szenen gedreht. Leach fährt fort: "Zuerst war es nur ein Seelöwen-Becken, ein Vergnügungspark und das Tigergehege, aber der Zoo wuchs und wuchs."

Der Bau des Zoos warf einige Probleme auf. "Einem Schauspieler kann man sagen: ,Bitte lehne dich nicht an die Wand!', aber wenn man es mit zwei 700 Pfund schweren Tigern zu tun hat, die plötzlich genug haben, muß man sich schon ziemlich sicher sein, daß die Bühnenkonstruktion sie aushält", erklärt Leach.

Der Zoo wurde nach den Ratschlägen von Rona Brown, dem Tiertrainer Jim Clubb und sehr strengen Auflagen behördlicherseits gebaut. Das Resultat beschreibt Leach als "Bauingenieursleistung". Mit einer Fläche von 1,2 Hektar ist die Kulisse auch eine der größten und ehrgeizigsten, die jemals gebaut wurde.