s gibt kaum einen Augenblick im Leben, der so stark, so gefühlsbeladen, aber auch so komisch sein kann wie die Rückkehr eines Erwachsenen in sein Elternhaus. Für die ehrgeizige New Yorkerin Ellen Gulden ist die Reise in ihre idyllische Heimatstadt anläßlich einer Krise ein solcher Augenblick. Aber die Reise endet auch in einem unvorhergesehenen Kampf um Versöhnung und Erlösung in einer Suche nach der verborgenen Wahrheit ihrer Eltern und nach dem Sinn ihres eigenen Lebens. 
Der Universal-Pictures-Film FAMILIENSACHE ist die witzige, zarte und unendlich tröstliche Geschichte von einer Frau, die gegen ihren Willen in die private Welt ihrer Eltern eindringt und feststellen muß, daß alles, was sie von ihrer Familie, ihrer Vergangenheit und ihrem eigenen Leben zu wissen glaubte, nicht stimmt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman der Pulitzer-Preisträgerin Anna Quindlen. Regie führt Carl Franklin ("Teufel in Blau"). In den Hauptrollen spielen die Oscar®-Preisträger Meryl Streep und William Hurt sowie Renee Zellweger ("Jerry McGuire Spiel des Lebens"). Karen Croner schrieb das Drehbuch nach dem Roman von Anna Quindlen. Die Produzenten sind Jesse Beaton und Harry Ufland, die Executive Producers sind William W. Wilson, III und Leslie Morgan.
Renee Zellweger ist Ellen Gulden, eine junge Enthüllungsjournalistin, deren Leben auf den Pfeilern Ehrgeiz, Perfektionismus und Koffein ruht. Ihre zentrale Antriebskraft heißt Karriere bis eine Nachricht aus ihrem Elternhaus sie aus dem Gleichgewicht bringt. Wegen einer Notsituation in ihrer Familie nimmt Ellen einen langen Urlaub, der sich über den Herbst und den ganzen stürmischen Winter zieht. Sie gibt ihren aufreibenden Job in New York auf, verläßt ihren schwierigen Freund und opfert ihre bisherige Identität. Verstimmt und verwirrt kehrt Ellen in das herbstliche Langhorne, Pennsylvania, zurück und lebt wie vor langer Zeit wieder bei ihren Eltern.
Ellen hofft, in Langhorne die brisante Geschichte von den Schwierigkeiten eines Senators weiterschreiben zu können, mit dem sie zusammen in Harvard war, aber sie ahnt nicht, daß das Objekt der wichtigsten Recherche ihres Lebens ihre eigene Familie sein wird.
Zunächst fühlt sich Ellen in ihre Kindheit zurückgeworfen, und sie rebelliert gegen die Andersartigkeit der Eltern. Ellen liebt ihre Eltern, sie kann sie nur nicht verstehen. Ihre dynamische, tolerante, aber allzu mütterliche Mutter Katherine, gespielt von Meryl Streep, ist eine glückliche Hausfrau, die gerne strickt und stickt, aber auch genauso gerne über Politik und Literatur diskutiert. Ihr Vater, George, gespielt von William Hurt, ist auf den ersten Blick das Gegenteil von Katherine ein brillanter, charmanter, hyperkritischer Literaturprofessor, dessen Leidenschaft sich im Geist abspielt, der aber keinen Kontakt zu den Menschen hat, die er liebt. Eine romantische junge Liebe zwischen George und Katherine kann man sich nur schwer vorstellen.
Ellen ist eher wie George kühl und intellektuell. Sie verläßt sich lieber auf ihren Kopf als auf ihr Herz. Dagegen ist ihr Bruder Brian (Tom Everett Scott) ganz wie Katherine ein vitaler, fröhlicher Mensch, der auch mit den kleinen Freuden des Lebens zufrieden sein kann. Wenn die vier wieder zusammen sind, kommt es ständig zu teils lustigen, teils peinlichen Mißverständnissen. Vor allem zwischen Ellen und Katherine, die sich bei jedem Gesprächsthema in die Haare geraten seis über helle und dunkle Kleider, über Erma Bombeck und Tolstoj oder über Familie und Karriere.
Jetzt, da die Zukunft der Familie unmittelbar bedroht ist, gerät Ellen echt unter Druck. Sie muß ihre Eltern ganz neu kennenlernen, quasi auf gleicher Ebene, unter Erwachsenen. Ellen hat keine Angst vor den schlimmen Dingen, die sie eventuell entdecken könnte, und läßt sich unerschrocken auf die tägliche Alltagsexistenz der beiden ein. Inmitten der grauenhaft hausbackenen Zirkel und Damenkränzchen, des Kuchenbackens und des Weihnachtsbaum-Dekorierens entdeckt Ellen eine weise, leidenschaftliche und erstaunlich starke Frau, die sie bisher nie richtig zu schätzen wußte. Gleichzeitig entdeckt sie tief im Inneren ihres einschüchternd genialen und erfolgreichen Vaters geheime, verleugnete Stellen, die seine verletzbare Menschlichkeit offenbaren.
Berührung und Verlust, Erkenntnis und Geheimnis lösen sich in dieser Zeit des Übergangs ab. Und während all dieser Zeit dringt die kluge Journalistin Ellen Gulden in Bereiche vor, die sie ihr ganzes Leben lang vermieden hat. Sie lernt die Liebe kennen, jenes einzig Wahre, das ihre Familie und die ganze Welt zusammenhält. |