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Der Produzent Scott Rudin erwarb Niccols Buch und zeigte es zunächst einmal Peter Weir. "Schon nach dem ersten Lesen war ich gefesselt", sagt Weir. "Dann dachte ich als Filmemacher natürlich sofort daran, einen außergewöhnlichen Film daraus zu machen."
Weir traf sich mit Jim Carrey, der seine Zustimmung bereits signalisiert hatte. "Ich traf Jim", erklärt Weir, "und wir waren beide begeistert von dem Material. Wir hatten eine ganz zwanglose Unterhaltung, und das war für mich bereits das Zeichen für einen guten Anfang. Ich hielt Jim für eine ideale Besetzung, und ich konnte mir keinen besseren Schauspieler für diese Rolle vorstellen."
Auch Carrey hatte von Anfang an Freude an der Zusammenarbeit mit Weir. "Ich traf Peter ein paar Monate vor den Dreharbeiten. Er kam zu mir nach Hause und brachte dicke Mappen mit Bildern, Fotos, Skizzen und Texten, die er angefertigt hatte, während er sich über die Figur Gedanken machte. Das war sehr inspirierend."
Weir erinnert sich an eine Geschichte, die ihm ein Freund Charlie Chaplins erzählt hatte. "Der langjährige Freund des Schauspielers spielte eines Tages Tennis mit Chaplin, und er fragte ihn, an welchen Eigenschaften er seinen großen Erfolg festmache. 'An zwei Dingen', antwortete Chaplin, 'Charme und Energie. Das sind die beiden Eigenschaften, die dem Publikum am meisten fehlen.' Und das gilt auch für Jim, und deshalb hielt ich ihn auch für die ideale Besetzung." Weir wurde von Carrey nicht enttäuscht. "Er ist unglaublich talentiert und ideenreich. Er hat dauernd neue Einfälle, und wenn man eine Szene mit ihm dreht, kann man sich immer darauf verlassen, daß Jim eine Fülle von Details neu erfindet", sagt Weir.
Auf die Frage, was ihn an "The Truman Show" angezogen habe, antwortet Carrey: "Als ich das Buch las, riß es mich fast vom Hocker. Ich hatte einmal eine ähnliche Idee. Den meisten Menschen kommt diese Situation irgendwie bekannt vor. Was wäre, wenn wir alle nur Schauspieler in einer Story wären - und wenn alle anderen auch nur Schauspieler in dieser meiner Geschichte wären? Es ist ein faszinierender Film mit vielen Schichten. Alles andere als ein gewöhnlicher Film."